Der Tölpelmord – Katja Lukic | Rezension

📖 Der Tölpelmord von Katja Lukic
Ostsee-Krimi · Band 2 der Sören-Fries-Reihe



📚 Darum geht’sEine tote junge Frau am Strand von Markgrafenheide führt Sören Fries und sein Team in einen komplexen Fall voller falscher Fährten, persönlicher Konflikte und überraschender Wendungen.
💭 Mein EindruckEin rundum gelungener zweiter Band mit sympathischen Ermittlern, realistischer Polizeiarbeit und einem spannenden Fall. Besonders die Entwicklung des Ermittlerteams macht Lust auf weitere Bände.
⭐ Bewertung⭐⭐⭐⭐ (4/5)

Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn man sich bei einer Reihe nicht nur auf den nächsten Fall freut, sondern vor allem auf das Wiedersehen mit den Figuren.

Genau so ging es mir bei Der Tölpelmord. Schon nach dem ersten Band mochte ich das Ermittlerteam rund um Sören Fries und Frederick Wegener sehr. Umso schöner war es, beide nun erneut bei einem neuen Fall begleiten zu dürfen.

„Nicht jeder Fall hinterlässt Spuren im Sand – manche verändern die Menschen, die ihn lösen.“

Worum geht’s?

Am Strand von Markgrafenheide wird eine junge Frau tot aufgefunden. Schnell steht fest, dass es sich nicht um einen tragischen Badeunfall handelt. Für Kriminaloberkommissar Sören Fries beginnt eine Ermittlung, die ihn in das Umfeld der Jugendlichen, ihrer Schule und ihres persönlichen Lebens führt.

Während immer neue Spuren auftauchen und ebenso schnell wieder ins Leere laufen, kämpft Fries gleichzeitig mit privaten Sorgen und alten Konflikten, die ihn auch außerhalb des aktuellen Falls nicht loslassen.

🌊 Ein Ermittlerteam, das einfach funktioniert

Das Highlight der Reihe bleibt für mich ganz klar das Zusammenspiel von Sören Fries und Frederick Wegener.

Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein und genau das macht ihre Zusammenarbeit so unterhaltsam. Frederick entwickelt sich spürbar weiter und beweist immer wieder, dass hinter seiner manchmal etwas unbeholfenen Art ein kluger Kopf steckt. Ich bin wirklich gespannt, wohin Katja Lukic diese Figuren in den nächsten Bänden noch führen wird.

🔎 Polizeiarbeit ohne künstliches Drama

Besonders gefällt mir, dass Katja Lukic ihre Ermittlungen angenehm bodenständig erzählt.

Nicht jede Spur führt sofort zum Erfolg und nicht jede Vernehmung bringt die entscheidende Erkenntnis. Stattdessen bekommt man auch die mühsame Routinearbeit zu sehen, die echte Ermittlungen nun einmal ausmacht. Gerade das macht den Fall für mich glaubwürdig.

Auch das Zusammenspiel innerhalb des Polizeiteams wirkt authentisch. Hier ist längst nicht immer alles harmonisch, und genau diese kleinen Reibungen verleihen den Figuren zusätzliche Tiefe.

⚓ Wieder ein Stück Ostsee

Die Schauplätze rund um Warnemünde und Markgrafenheide haben mir auch diesmal gut gefallen. Bekannte Orte in die Handlung einzubauen, verleiht dem Krimi eine schöne regionale Note, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Besonders interessant fand ich außerdem das Umfeld der Jugendlichen und der Schule, aus dem das Opfer stammt. Dadurch erhält der Fall noch einmal eine andere Dynamik als im ersten Band.

🤍 Ehrliche Kritik

Viel zu kritisieren habe ich diesmal tatsächlich nicht.

Wer den ersten Band noch nicht gelesen hat, sollte das allerdings nachholen. Einige private Handlungsstränge sowie bestimmte Beziehungen zwischen den Figuren bauen direkt auf den Ereignissen aus Der Fischbrötchenmord auf. Man kann den Fall zwar grundsätzlich auch einzeln lesen, verschenkt dabei aber einige schöne Entwicklungen.

Fazit

Der Tölpelmord hat mir sogar noch etwas besser gefallen als der Auftakt der Reihe.

Der Fall ist spannend aufgebaut, die Figuren entwickeln sich glaubwürdig weiter und der lockere Schreibstil sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Besonders das Ermittlerduo Fries und Wegener ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen.

Wer regionale Krimis mit sympathischen Figuren, nachvollziehbarer Polizeiarbeit und einer guten Portion Ostsee-Flair mag, sollte sich diese Reihe unbedingt einmal anschauen.

Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf den nächsten Fall.

4 von 5 ⭐


Lest ihr Krimireihen hauptsächlich wegen der einzelnen Fälle – oder freut ihr euch genauso darauf, die Ermittler über mehrere Bände hinweg zu begleiten?

📚 Herzlichen Dank an Katja Lukic für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.

Eure Miriam

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